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Orale Magnesiumsupplementierung als Ergänzung zur Diabetesprävention

Prädiabetes gilt als metabolischer Hochrisikozustand mit erhöhter Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes und kardiometabolischer Folgeerkrankungen (Folgeerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems). Magnesium ist ein zentraler Cofaktor im Insulinstoffwechsel und an zahlreichen enzymatischen Prozessen der Glukoseverwertung beteiligt. Ein Magnesiummangel wird mit Insulinresistenz in Verbindung gebracht. Ziel dieser Arbeit war es, die Effekte einer oralen Magnesiumsupplementierung auf die glykämische Kontrolle und kardiometabolische Parameter bei Erwachsenen mit Prädiabetes systematisch zu bewerten.

Methoden
Die Analyse erfolgte als systematisches Review und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien gemäß PRISMA-Richtlinien. Eingeschlossen wurden Studien, die orale Magnesiumpräparate mit Placebo bei prädiabetischen Erwachsenen verglichen.

Primärer Endpunkt war die Nüchternglukose. Zu den sekundären Endpunkten zählten unter anderem der 2-Stunden-Wert im oralen Glukosetoleranztest (OGTT), HbA1c, Nüchterninsulin, HOMA-IR als Maß für die Insulinresistenz, Blutdruck, anthropometrische Parameter, Lipidwerte, hochsensitives C-reaktives Protein sowie Serum-Magnesium. Zusätzlich erfolgten Subgruppenanalysen für Magnesiumchlorid (MgCl2) und Magnesiumoxid (MgO).

Ergebnisse
Insgesamt wurden fünf Studien mit 384 Teilnehmenden eingeschlossen.
Die Nüchternglukose zeigte unter Magnesium eine tendenzielle, jedoch statistisch nicht signifikante Abnahme. Dagegen verbesserten sich mehrere metabolisch relevante Parameter signifikant:

  • Der 2-Stunden-Glukosewert im OGTT sank deutlich.
  • Die Insulinresistenz (HOMA-IR) nahm signifikant ab.
  • Triglyzeride reduzierten sich, während das HDL-Cholesterin anstieg.
  • Die Serum-Magnesiumspiegel erhöhten sich erwartungsgemäß signifikant.

Für Blutdruck, Körpergewicht, Taillenumfang, LDL-Cholesterin und hs-CRP ergaben sich keine signifikanten Veränderungen. In der Subgruppenanalyse zeigte Magnesiumchlorid eine stärkere Verbesserung des HDL-Cholesterins als Magnesiumoxid.

Fazit
Die orale Magnesiumsupplementierung führte bei Erwachsenen mit Prädiabetes zu moderaten, aber signifikanten Verbesserungen der Insulinsensitivität, der postprandialen Glukosewerte und einzelner Lipidparameter. Die Intervention erwies sich als sicher und gut verträglich. Magnesium könnte somit eine kostengünstige ergänzende Maßnahme im Rahmen lebensstilbasierter Strategien zur Diabetesprävention darstellen. Zur endgültigen Bewertung sind jedoch größere, standardisierte Studien erforderlich.

Basit A, Kumar S, Ahmed H, Babar R, Saeed SS, Siddiqui TA, Khan S, Saeed A, Khan M, Hanif H, Fasih A, Shabbir S, Kumar H, Kumar L, Raja A, Kumar S, Chander S.
Impact of oral magnesium supplementation on glycemic and cardiometabolic outcomes in prediabetic adults: a systematic review and meta-analysis.
J Diabetes Metab Disord. 2/2026; 25(1): 45.

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Fachärztin für Augenheilkunde

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